Caseaufbau

 
 
Caseaufbau und Ausführungen
 
Flightcase STD version
Das Flightcase allgemein
 
Das Flightcase ist eine Entwicklung, die sich über Jahre ergeben hat und bedeutet eigentlich aus dem Englischen übersetzt „Flug-Kiste“. Natürlich kann ein Case nicht fliegen - es sollte mehr seine Bestimmung benennen. Ein Flightcase sollte leicht und dennoch sehr stabil sein und lange nutzungsfähig bleiben. Zudem sollte eine ständige Wiederverwendung ermöglicht werden und das Case preisgünstig herzustellen sein. Durch die Verwendung verschiedenster Materialien ist genau das gelungen..........
 
Trunkcase
Trunk-Case / Truhenform
Die Truhenform (Trunk-Case genannt) ist die häufigste Form des Aufbaus eines Cases und kann individuell eingesetzt werden. Zumeist wird das Case dem Inhalt in Form und Größe angepasst oder mit Polsterung und Trennwänden ausgestattet. Der Größe sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Es besteht auch die Möglichkeit, die Truhenform so zu gestallten, dass ein Hauben-Case entsteht (siehe hierzu weiter unten).
  
Flightcase STD version
Koffer-Case 
Der Koffer ist die Ur-Version eines Cases und entspricht im Aufbau einer einfachen Box, die an einer der Seiten mit Scharnieren und an der zumeist gegenüber liegenden Seite mit Verschlüssen ausgestattet ist. Die Kofferausführung kann für die verschiedensten Zwecke und Möglichkeiten eingesetzt und durch Inneneinteilungen oder Zubehör speziell angepasst werden. 
 
 
 
Ramp Style
Single-Door-Case / Schrankcase
hierbei handelt es sich um ein Case das mit einer Tür oder einem Deckel an einer Seite oder der Front ausgestattet ist.
 
Ein solches Case kann auch mit einer Rampe ausgeführt werden die nach éffnen des Cases zugänglich wird. Diese Caseausführung ist speziell für schwere Gegenstände oder Lichtanlagengalgen gedacht.
Durch eine Rampe kann der Inhalt aus dem Case und in das Case gefahren werden. 
 
19
Double-Door-Case
Die wohl zweit bekannteste Einsatzart für ein Flightcase ist die genormte 19 Zoll Variante. 19 Zoll ist dabei die Einbauweite. Die Höhe wird in Höheneinheiten (HE  / im Englischen U für unit) angegeben, wobei eine HE 44 mm misst. Die Höhe kann von 1 HE bis über 36 HE reichen. Diese Case-Art ist für den festen Einbau von Geräten gedacht. Gestanzte oder Endlos-Rackschienen dienen als Halterung und können sowohl vorne wie hinten angebracht werden.
Von diesem Case gibt es die verschiedensten Ausführungsformen wie z. B. das Single-Door-Case (nur ein Deckel) oder ein L-Case (zwei Deckel, vorne und oben offen) oder gar mit drei Deckeln (vorne, oben, hinten). Auch der Einbau von ergonomisch aufstellbaren Bedieneinheiten oder von Serviceklappen ist möglich.
 
Combo Case Style
Combo-Case / Hauben-Case
Das Combo-Case, auch Hauben-Case genannt, ist grob gesehen ein auf dem Kopf stehendes Case. Die Truhenform ist so gestaltet, dass ein Hauben-Case entsteht. Das bedeutet, dass das Bodenteil das kleinere Bauteil ist und der Deckel wie eine Haube darüber gesteckt wird. Somit kann das Innenleben im Caseboden verbleiben. Diese Bauform wird viel für Case-in-Case- oder Case-in-Rack-Typen eingesetzt. Es ist auch für große und schwere Anlagen geeignet, da das Material zumeist auf dem unteren Bodenteil verbleibt.  

Aufbauend auf den oben aufgeführten Casearten ergeben sich weitere Gestalltungsmöglichkeiten
 

L-Case mit Deckel vorne und oben

Tripple-Door-Case ,it Deckel vorne, hinten und oben

Zwei getailtes Haubencase
Zwei geteiltes Haubencase für leichteres handling
 

Casebau - Was genau passiert ? 

Je nach Aufbau eines Cases, der sogenannten Bauform, und den verwendeten Materialien wird ein Case in folgenden Schritten erstellt.

 

1. Design und Gestaltung

Nach Absprache und Anforderung des Kunden wird bei uns mittels Software das entsprechende Case gestaltet. Daraus wird dann automatisch eine 3D-Zeichnung und eine Bau-und Materialliste erstellt, die an die Produktion weitergegeben wird.

2. Material Kommissionierung

In der Produktion werden als erstes im Lager alle benötigten Beschläge und Bauteile bis auf das Aluminiumprofil und die Oberfläche kommissioniert und bereitgestellt.

3. Ablängen und Zusägen der Aluminiumprofile

Gleichzeitig werden die Profile an unserer Doppelgärungssäge auf die entsprechenden Maße zurechtgeschnitten.

4. Bearbeitung und Fräsung der Oberflächenmaterialien

Parallel zum Zuschnitt der Profile werden die Oberflächen bearbeitet. Dazu nutzen wir eine Felder Format 4 CNC Fräse, die in einem Arbeitsgang bereits formatiert, alle Ausfräsungen und benötigten Nietenlöcher einbringt. Dadurch wird eine 100%ige Passgenauigkeit und perfekte Formgebung garantiert.

Hier ein kleines Video auf Youtube wie die Fräse arbeitet.

5. Montage

Jetzt kommt zusammen, was zusammen gehört. Unsere Mitarbeiter bauen nun aus den einzelnen Teilen das individuelle Case zusammen. Ob in Einzelanfertigung, Kleinserie oder Großserie - der Prozess ist der gleiche. Nur so können wir die hohe Qualität unserer Cases gewährleisten

6. Innenausbau und Polsterung

Natürlich bieten wir Ihnen auch einen maßgeschneiderten Innenausbau mit Polsterung, Schubladen oder speziellen Halterungen oder Vorrichtungen an. Trennwände, Steckwände, Einlegeböden oder Fachunterteilungen sind schnell realisiert und erweitern das Einsatzgebiet. Auf Wunsch bieten wir auch gefräste oder mittels Wasserstrahl geschnittene Polstereinlagen an. Sprechen Sie uns einfach an. Wir beraten Sie gerne.

7. Endkontrolle und Auslieferung

Wenn die Produktion die Fertigstellung meldet, prüft ein Mitarbeiter auf der Auftragsabwicklung noch einmal das Case und stellt sicher, das alle mit dem Kunden vereinbarten Punkte auch entsprechend stimmen und das Case in einem einwandfreien versandfertigen Zustand ist. Nun wird das Case versandfertig gemacht und per Post, Spedition oder eigener Abholung an den Kunden überstellt.